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Sintayehu Tsehay

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Äthiopien

"Land ohne Hunger,Land ohne zeit"
Die Vorstellung, die sich schon in den Epen Homers,aber auch in jüdischen,christlichen und muslimischen Quellen findet,ist die einer ursprünglichen,tiefen Frömmigkeiten der Äthiopier und einer besonderen Nähe zu den Göttern.
Dem anderen Bild,dem einer großartigen irdischen Macht,begegnen wir ebenfalls bereits bei Plinius dem Ältern.
Es wurde später vor allem auf das Axumitische Äthiopiens bezogen,desen Herrscher sich bereits im 4.Jahrhundert zum Christentum bekehrt hatten.Der Aufstieg des Islam in Äthiopien im 7.jahrhundert verstärkte diesen Glanz,und auch im 13.und 14.Jahrhundert gewann das Bild der mit einer ungeheuren Machtfülle ausgestatteten äthiopischen Herrscher neuerlich große Bedeutung.
Vielfach wurde den Äthiopiern die Macht zugeschrieben ,die Quelle des Nils zu sein und zu kontrollieren und dadurch das Wasser aus den benachbarten (SUDAN & Ägypten) Gebieten
ableiten oder diese überfluten zu können.
Schon in der Antike präsente Bild ist das eines stolzen
unabhängigen Landes.Besonders seit dem Ende des 19.jahrhunderts wurde Äthiopien zum Inbegriff der afrikanischen Unabhängigkeit.Während die Välker des übrigen Afrika von fremden Mächten unterworfen wurden,fierten die Äthiopier Sieg über eine Reihe von Eindringligen-die ägypter,die Sudanesichen Mahdisten und schließlch die Italiener.Der Sieg über die Italiener bei Adua 1896 leitete ein Jahrzehnt von von Verhandlung mit eurpäischen Mächte ein,in dem neun Grenzverträge unterzeichnet wurden.
Von diese Zeit an wurde das Bild des unabhängigen Äthiopien
vor allem auch vom übrigen Afrika und den Afroamerikanern hochgehalten.So entstand unter den Schwarzen Südafrikas eine unabhängige "Äthiopische" Kirche.
für weltliche Führer, die in ihren jeweiligen Länder gegen die Kolonialherrschaft kämpften ,etwa Kwame Nkrumah im späteren Ghana oder Jomo Kenyatta in Kenia,wurde das unabhängige Äthiopien zu einem mächtigen Vorbild und einer Quelle der Inspiration.
Auch für die an Selbstbewusstsein gewinnenden Schwarzen in Amerika und in den Karibik spielte die Idee des unabhängigen Äthiopien seit den 1920er Jahren eine wichtige Rolle.
Der 1887 auf Jamaika geborene afroamerikanische Politiker Marcus Garvey begründete eine Reihe religiöser Bewegung, in denen der Identifikation mit Afrika bedeutender Stellenwert zukam.Laut mansche Historiker lässt sich das Phänomen des Äthiopianismus" in Jamika bis auf das frühe 17.jahrhundert zurückverfolgen.
Unter der Schwarzen in den USA entstanden in den 1920er Jahren auch Projekte,die eine Rückkehr nach Afrika zum Ziel hatten.Tatsächlich ließ sich in dieser Zeit und noch heute eine Gruppe schwarzer Amerikaner in Äthiopien -Ortschaft "Shashamane"
Auch die religiöse Bewegung der "Rastafaris" in Jamika steht Äthiopien im Mittelpunkt ihres Glaubenssystems-der bekannteste Bob Marley.
Die Bewegung erlebte erst 1930 neuen Aufschwung, als in Äthiopien Ras Tafari Mekonen zum Kaiser gekrönt wurde.
Der von ihm angenommene Name"Haile Selassie" bedeutete wörtlich soviel wie"Macht der Dreifaltigkeit". Mit dem Zusatzbezeichnung"König der Könige,Löwe des Stammes Juda" stellte sich in die Geschichte ,auf König Salomon zurückgeführte Herrscherlinie.
Mitte des 20.Jahrhunderts,so schrieb Hermann Neubacher,der während der NS-Zeit Bürgermeister von Wien und inden 1950er Jahren regierungsberater in Addis Abeba war , in einem nach seiner Rückkehr aus Afrika verfassten Buch:
Eines ist fest:dem Fremden europäischen oder amerikanischer Herkunft bleibt der letzte Einblick in die äthiopische Seele verwehrt,es bleibt ein unnahbarer,sich jeder Beobachtung und Einflussnahme entziehender seelicher Raum.Eintrittverbot & gleichzeitig auf das "starke christliche Sendungsgefühl?-----
ST

Homepage: http://ethiopia radio
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